PDF Erstellung
PDF-Dateien zu erstellen ist heutzutage keine Herausforderung mehr. Die Auswahl an PDF-Bibliotheken ist groß, und solange keine besonderen Anforderungen erfüllt werden müssen, reichen einfache Lösungen zumindest theoretisch aus.
Doch was passiert, wenn sich die Anforderungen ändern und plötzlich Funktionen benötigt werden, an die zunächst niemand gedacht hat? Unterstützt die vermeintlich „einfache“ Lösung dies nicht, kann man die gesamte PDF-Funktionalität neu integrieren oder im schlimmsten Fall zwei Bibliotheken verwenden.
Das ist nicht nur ärgerlich, sondern kostet auch viel Zeit und Geld. Eine PDF-Lösung sollte daher als langfristige Investition betrachtet werden, denn PDF ist das Standardaustauschformat schlechthin, und neue Lösungsmöglichkeiten ergeben sich schnell.
DynaPDF unterstützt nicht nur alle gängigen Standards wie PDF/A, PDF/X, ZUGFeRD oder Factur-X, sondern auch alle gängigen Betriebssysteme, einschließlich mobiler Versionen wie Android und iOS.
Mit DynaPDF können Sie entspannt in die Zukunft blicken, da die meisten Funktionen bereits verfügbar sind.
Mit der PDF/A-Erweiterung können beliebige PDF-Dateien in die Formate PDF/A 1b, 2b, 2u, 3b, 3u, 4, 4e, 4f sowie ZUGFeRD, Factur-X und XRechnung konvertiert werden (ZUGFeRD, Factur-X und XRechnung sind Rechnungsformate auf Basis von PDF/A 3).
Neben der klassischen PDF/A-Konvertierung können PDF-Dateien auch normalisiert und optimiert werden. Die PDF/A-Erweiterung ermöglicht die uneingeschränkte Nutzung von CheckConformance() und den zugehörigen Zusatzfunktionen.
Die PDF/A-Erweiterung ist nicht erforderlich für Dokumente, die vollständig mit DynaPDF erstellt werden. Das heißt, solange keine externe PDF Datei oder einzelne PDF Seiten importiert wurden, kann CheckConformance() auch ohne lizenzsierte PDF/A Erweiterung ausgeführt werden.
PDF/A-Dateien werden während der Konvertierung vollständig neu erstellt und optimiert. Dadurch werden auch unnötige Operatoren und Fehler in Content Streams entfernt. Die resultierenden Dateien sind kleiner und können schneller angezeigt oder gedruckt werden. Die Auswirkungen der Optimierung hängen von der Qualität des Quellmaterials ab.
Der PDF/A Konverter ist eines der komplexesten Features in DynaPDF. Aufgrund des hohen Entwicklungsaufwands kann dieses Feature leider nicht Bestandteil der regulären Lizenzen sein.
PDF/A 1b basiert auf PDF 1.4. Dieses Format ist daher eingeschränkter, da wichtige Funktionen wie Ebenen oder Transparenz nicht zulässig sind. Ebenen können bei der Konvertierung reduziert werden, bei transparenten Objekten ist dies jedoch nicht möglich. Solche Seiten könnten zwar gerastert werden, es wäre jedoch deutlich besser, auf PDF/A 2 oder 3 umzusteigen, da hier Transparenz zulässig ist.
Da Ebenen und Transparenz in PDF/A 2 und 3 zulässig sind, können die meisten Dokumente in diese Formate konvertiert werden.
PDF/A 2 und 3 sind nahezu identisch. Der einzige Unterschied besteht darin, dass in PDF/A 3 beliebige Dateianhänge zulässig sind. PDF/A-kompatible Dateianhänge werden in PDF/A 2 unterstützt, diese Regel ist in DynaPDF jedoch nicht implementiert, da es hierfür keinen konkreten Anwendungsfall gibt.
Im Vergleich zu PDF/A 1 werden deutlich mehr Anmerkungstypen unterstützt.
PDF/A 4 basiert auf PDF 2.0 und die meisten Features dürfen verwendet werden. Das Texthandling ist im Vergleich zu früheren Versionen noch etwas eingeschränkter. Jegliche Verwendung des .notdef Zeichens ist untersagt, und kein Unicode Codepunkt darf sich innerhalb des privaten Nutzungsbereichs (PUA) befinden.
Mit DynaPDF können Rechnungen auch in den Rechnungsformaten ZUGFeRD 1.0, 2.0, 2.1 (oder höher) und Factur-X erstellt werden. ZUGFeRD und XRechnung sind deutsche Rechnungsformate, die den Rechnungsaustausch zwischen Unternehmen und Behörden vereinfachen und standardisieren sollen.
Factur-X ist ein französischer Rechnungsstandard, der die Anforderungen der europäischen Norm EN 16931-1 widerspiegelt. Factur-X und ZUGFeRD sind ab Version 2.1 (EN 16931-1) hinsichtlich des PDF-Containers identisch definiert.
ZUGFeRD-, XRechnung- oder Factur-X-Dateien bestehen aus einer PDF/A3-Datei und einer an die PDF-Datei angehängten XML-Rechnung. Die PDF-Datei stellt die visuelle Darstellung der Rechnung dar, während die XML-Datei für die elektronische Verarbeitung vorgesehen ist. Die XML- und PDF-Dateien haben eine klar definierte Struktur, was die elektronische Verarbeitung sehr einfach macht.
Aus Sicht von DynaPDF ist eine ZUGFeRD-, XRechung- oder Factur-X-Datei eine normale PDF/A 3-Datei, die eine XML-Datei als Anhang enthält. Da Ebenen und Transparenz nicht verboten sind, ist die Erstellung relativ unproblematisch. Außer beim Anhängen der XML-Datei gibt es nicht viel zu beachten. Die XML-Datei muss wie folgt benannt werden (Groß-/Kleinschreibung beachten!):
Die XML Datei wird meist direkt aus dem Speicher mit AttachFileEx() angehängt. Der Parameter FileName muss auf den korrekten Wert gesetzt werden. In PDF/A 3 müssen Anhänge zusätzlich mit AssociateEmbFile() einem PDF-Objekt zugeordnet werden. Der Parameter DestObject muss auf adCatalog und RelationShip auf arAlternative gesetzt werden (die Regeln in Factur-X-Dateien sind etwas anders).
Zu guter Letzt muss die PDF-Version mit SetPDFVersion() auf die gewünschte Ausgabeversion gesetzt werden, z. B. auf ctFacturX_Comfort – fertig! DynaPDF unterstützt alle ZUGFeRD- und Factur-X-Profile:
Obwohl ZUGFeRD 1.0 weiterhin unterstützt wird, sollten solche Dateien nicht mehr erstellt werden. Diese Formate sind keine gültigen E-Rechnungsformate.
In Deutschland gibt es einen weiteren Rechnungsstandard: die XRechnung. Das ZUGFeRD 2.0-Profil Comfort (EN 16931-1) erfüllt die Anforderungen der XRechnung.
Die XRechnung war ursprünglich ein reines XML-Format, wurde jedoch für die elektronische Rechnungsstellung erweitert und ist als neues Profil in ZUGFeRD 2.1 integriert.
Beachten Sie, dass die Profile "Minimum", "Basic" und "Basic WL" keine gültigen E-Rechnungsformate sind!
Je nach verwendeter Version enthält die XML-Rechnung mehr oder weniger Pflichtfelder. Das Profil "ZUGFeRD", "XRechnung" oder "Factur-X" ist Teil der PDF-Version und muss daher mit der XML-Rechnung übereinstimmen.
Rechnungen werden häufig aus Vorlagen erstellt. Bei der Bearbeitung einer vorhandenen Datei ist nicht sicher, ob das Ergebnis auch PDF/A-konform ist. Zu diesem Zweck kann die Funktion "CheckConformance()" der PDF/A-Erweiterung verwendet werden, um reguläre PDF-Dateien in diese Rechnungsformate zu konvertieren.
CheckConformance() kann auch für komplett neu erstellte Dateien aufgerufen werden. So lassen sich die richtigen Einstellungen schnell finden oder überprüfen. Wenn alles korrekt ist, muss CheckConformance() nicht mehr aufgerufen werden. Wichtig zu wissen: Die PDF/A-Erweiterung ist für diesen Anwendungsfall nicht erforderlich.
Mit DynaPDF können die meisten PDF/X Formate erzeugt werden. Unterstützt werden derzeit folgende Formate:
PDF/X ist in den letzten Jahren stark erweitert worden. Während in den ersten Versionen noch unkalibrierte CMYK Daten verarbeitet wurden, wurde bereits mit PDF/X-3:2002 der Einsatz von kalibrierten Farben eingeführt.
Kalibrierte Farben verarbeiten bedeutet, dass Farbmanagement verwendet wird. Der Vorteil gegenüber reinen CMYK Daten besteht darin, dass die gleiche PDF Datei in unterschiedliche Zielfarbräume umgerechnet werden kann, ohne dass die PDF Datei neu aufgebaut werden muss.
Es muss lediglich das sog. Output Intent ausgetauscht werden, und das ist nichts anderes als der Zielfarbraum in Form eines ICC Farbprofils. Die Umrechnung in den Zielfarbraum geschieht vollautomatisch, wenn Farbmanagement unterstützt wird.
Eine zusätzliche Stärke von Farbmanagement ist, dass unterschiedliche Zielfarbräume simuliert werden können. Mögliche Problemstellen können daher bereits am Bildschirm erkannt werden.
DynaPDF unterstützt Farbmanagement nicht nur bei der Erzeugung von PDF Dateien, sondern auch in der Rendering Engine. Farbtreues Rendern ist daher kinderleicht.
PDF/VT Dateien basieren auf PDF/X-4 oder höher, je nach PDF/VT Version. Im Vergleich zu normalen PDF/X Dokumenten enthalten PDF/VT Dokumente zusätzliche Metadaten in Form von sogenannten DPart Nodes.
Das sind hierarchisch strukturierte Metadaten, die zusätzliche Informationen zu einzelnen Seiten oder Seitengruppen enthalten können. Das können bspw. Farbzuordnungen, Verarbeitungsschritte oder beliebige andere wichtige Daten sein, die für die Produktion relevant sind.
PDF/VT bietet einen genau definierten Speicherplatz für zusätzliche Metadaten, die nicht Bestandteil der Druckdaten sind. Genau das war vor PDF/VT häufig ein Problem, da es einen solchen definierten Speicherort nicht gab.
PDF/UA wird fälschlicher Weise häufig als ein weiteres Unterformat von PDF/A angesehen. Tatsächlich ist PDF/UA jedoch ein eigenes Format (ISO-32000-1, bzw. ISO 14289-1), das weit mehr mit dem regulären PDF Format zu tun hat, als mit PDF/A. Das Kürzel UA steht für Universal Accessibility, was so viel heißt wie Universeller Zugang oder Barrierefreiheit.
Während Formate wie PDF/A oder bspw. PDF/X die Verwendung bestimmter Features einschränken, definiert PDF/UA eher welche Tagging Informationen hinzugefügt werden müssen, damit eine PDF Datei den Richtlinien der Barrierefreiheit entspricht.
Das Erzeugen von Barrierefreien PDF Dateien ist aufwändiger im Vergleich zu normalen PDF Dateien. Daher wird dieses Format hauptsächlich von Behörden und Organisationen verwendet, die dazu gesetzlich verpflichtet sind.
Mit DynaPDF können gültige PDF/UA Dateien problemlos erzeugt werden. Es empfiehlt sich jedoch zusätzlich der Einsatz eines PDF/UA fähigen Preflight Tools, damit die richtigen Einstellungen gefunden werden können.