Farbmanagement

Farbe verstehen

Farbe verstehen

Farbmanagement ist für viele Anwender leider immer noch ein Buch mit sieben Siegeln, dabei ist Farbmanagement in PDF eigentlich ganz einfach. Damit Farben in einer PDF Datei richtig angezeigt und gedruckt werden können, muss der Datei eigentlich nur ein ICC Profil angehangen werden. Das ist der sogenannte Output Intent, oder auch Zielfarbraum genannt. Wenn die Datei bspw. durchgängig in RGB oder CMYK erzeugt wird, dann fügt man dementsprechend ein RGB oder CMYK ICC Profil hinzu, fertig. Mehr als ein Output Intent ist für eine korrekte Farbwiedergabe nicht erforderlich, sofern alle Objekte den gleichen Gerätefarbraum verwenden.

Mehr als ein Farbraum

Natürlich gibt es häufig Fälle, in denen mehr als ein Farbraum verwendet werden muss, vor allem bei Bildern. Das ist auch nicht weiter kompliziert, sofern die Bilder mit Farbmanagement erzeugt wurden und in den Bilddateien ein ICC Profil eingebettet wurde. Diese Profile können beim Einfügen direkt übernommen werden. Es wird dann nicht als Output Intent gespeichert, sondern direkt mit dem Bild verknüpft. Das ICC Profil wird also als Quellfarbraum verwendet, während der Output Intent den Zielfarbraum definiert.

Zielfarbraum und Output Intent

Genau das wird häufig missverstanden. Auch wenn in einer Datei nur Bilder mit eingebetteten ICC Profilen verwendet werden, muss der Zielfarbraum immer noch separat in Form des Output Intent definiert werden! Nur wenn der Zielfarbraum, also der Output Intent definiert wird, erhält man auch einheitliche Ergebnisse. Ohne Output Intent wird in PDF Viewern ein Standardprofil als Zielfarbraum verwendet. Das führt aber häufig zu unterschiedlichen Ergebnissen, da der Standard Zielfarbraum in den meisten Viewern anders definiert ist.

In Adobes Acrobat und Reader hängt der Standard Zielfarbraum auch vom Inhalt von PDF Seiten ab. Das sorgt häufig für Verwirrung, da praktisch alle PDF Viewer von Drittherstellern anders vorgehen. In Acrobat und Reader ist der Standard Zielfarbraum für RGB Farben zunächst RGB. RGB ist ein Gerätefarbraum und er wird auch so behandelt. Das heißt RGB Farben werden direkt auf dem Monitor ausgegeben, aber nur wenn keine Transparenz verwendet wird. Wenn Transparenz verwendet wird, das könnte bspw. ein einfacher Alpha Kanal in einem Bild sein, simulieren Acrobat und Reader einen Druckerfarbraum, und ein Druckerfarbraum ist in der Definition von Acrobat und Reader ein CMYK Farbraum.

Dieses Verhalten ändert sich auch nicht wenn Objekte ein eingebettetes ICC Profil verwenden, denn dieses wird als Quellfarbraum verwendet. Der Zielfarbraum wird dadurch nicht geändert. Bei RGB Dateien mit Transparenz sehen wir auf dem Bildschirm also eine Druckvorschau, während bei normalen RGB Dateien die Farben direkt auf dem Monitor ausgegeben werden. Dass das zu unterschiedlichen Ergebnissen führt ist logisch, schließlich sind CMYK Farbräume viel kleiner als RGB Farbräume.

Empfehlungen

Wenn Sie PDF Dateien mit DynaPDF rendern, dann sollte das möglichst mit aktiviertem Farbmanagement geschehen. Farbmanagement wird in DynaPDF mit InitColorManagement() initialisert. Vor allem die Angabe eines CMYK Profils ist wichtig, da CMYK Farben ohne Farbmanagement nur unzureichend nach RGB konvertiert werden können. Die Funktion kann mehrfach aufgerufen werden. Sie können die Profile zur Laufzeit jederzeit ändern. Die Seiten müssen danach lediglich neu gerendert werden.

Das ist vor allem bei einem Softproof wichtig, da bei der erstmaligen Anzeige normaler Weise kein Softproof durchgeführt wird.

Die Bedeutung von ICC-Profilen
Farbräume verbinden
Die richtige Auswahl treffen
Praxistipps